Uli Oesterle

Der Zeichner und Autor wurde 1966 in Karlsruhe geboren. Nach einer Ausbildung zum Grafiker an der Akademie für Gestaltung in München ist er seit Anfang der 90er-Jahre als freiberuflicher Illustrator, Grafiker und Comic-Autor tätig. 1995 gründete er gemeinsam mit Benjamin von Eckartsberg, Marc Herold und anderen die Ateliergemeinschaft Die Artillerie.

Uli Oesterle

Seit den frühen 90er-Jahren veröffentlichte Uli Oesterle zahlreiche Comics für Magazine wie Strapazin und Men’s Health oder die amerikanische Anthologie The Dark Horse Book of Hauntings. Sein Debütalbum Schläfenlappenphantasien wurde im Jahr 2000 auf dem Internationalen Comic-Salon Erlangen für den Max und Moritz-Preis nominiert.

Uli Oesterle

Für die Einzelveröffentlichung des ersten Kapitels von Hector Umbra erhielt Oesterle 2004 u.a. eine Nominierung beim Comic-Festival im französischen Angoulême und den ICOM Independent Comic Preis. Für den Gesamtband von Hector Umbra wurde er ein zweites Mal in Angouléme und auch in Erlangen nominiert.

Uli Oesterle

In der Anthologie Kopfsachen sind Short Stories aus den Jahren 1999 bis 2016 enthalten, einige neu koloriert. Als Bonus gibt es eine neue, exklusive Geschichte mit Hector Umbra! Oesterles Bücher wurden bisher in sechs Sprechen übersetzt.

Uli Oesterle

In seiner Graphic Novel Vatermilch erzählt Uli Oesterle vom Absturz eines gut situierten Familienvaters in Alkoholsucht und Obdachlosigkeit. Für diese fiktive, aber zum Teil auch biografische Geschichte über den eigenen Vater erhielt Uli Oesterle 2016 den mit 15.000 Euro dotierten Comic-Buchpreis der Berthold-Leibinger-Stiftung,  der für Graphic Novels in der Entstehung vergeben wird.

Uli Oesterle

In den vier Bänden von Vatermilch erzählt Oesterle eine Biografie seines Vaters: “Die großen Lücken in seinem Lebenslauf verfugte ich mit Erdichtetem. Jedes einzelne Wort davon ist wahr.“ Peter Oesterle heißt im Comic Rufus Himmelstoss und hat einen Sohn namens Viktor, der Comiczeichner ist. Genau wie Oesterle fragt sich dieser, wieviel von seinem Vater in ihm steckt.

Die daraus resultierende Erzählung ist sehr vielschichtig. Die vielleicht größte Überraschung ist, dass Oesterles sich auf den ersten Blick scheinbar eher für lustige Geschichte eignender, stark karikierender Stil der Geschichte nicht im Wege steht, sondern diese trotz ihres ernsten – teilweise sehr ernsten – Grundtons zu einer verdammt unterhaltsamen Angelegenheit macht.

Uli Oesterle

www.oesterle-illustration.com