Wolfgang J. Fuchs

Am 20. Januar 2020 verstarb Wolfgang J. Fuchs im Alten von 74 Jahren. Seine Bedeutung für die Comic-Kultur in Deutschland und in seiner Heimatstadt München kann gar nicht hoch genug angesetzt werden.

Wolfgang J. Fuchs

Bereits 1971 schrieb Fuchs gemeinsam mit Reinhold Reitberger im Standartwerk Comics – Anatomie eines Massenmediums nicht nur über die Geschichte der Comics, sondern zugleich auch ein Stück Comic-Geschichte. Die Autoren bauten hier Brücken von der provinziellen deutschen Comic-Landschaft zur großen weiten Welt der Bild-Geschichten.

Wolfgang J. Fuchs

1985, ein Jahr nachdem der Comic-Salon in Erlangen debütierte, veranstaltete Fuchs im frisch eingeweihten Kulturzentrum Gasteig die 1. Münchner Comic-Tage. Von da an gab es unter unterschiedlichen Bezeichnungen mindestens alle zwei Jahre eine Comic-Veranstaltung in München, deren Umfang, Niveau und internationale Bedeutung ständig wuchs. Zusammen mit Heiner Lünstedt leitete Fuchs 2015 noch einmal das Comicfestival München.

Wolfgang J. Fuchs

Wolfgang J. Fuchs, der auch film-journalistisch tätig war und klassische Western-Serien wie Rauchende Colts liebte, blieb den Comics treu: Als Übersetzer von Hal Fosters Klassiker Prinz Eisenherz, als Experte für Donald Duck und Walt Disney (den er 1965 als junger Mann in München persönlich getroffen hatte), sowie als Zeichner von Werbe-Comics wie Barney der Plantagenbär, um nur einige Beispiele zu nennen.

Am Dienstag, den 28. Januar, wird es um 9:30 Uhr in der Hl. Geist Kirche ihm zu Ehren ein Requiem geben.

Am selben Tag findet um 12:45 Uhr im Krematorium Ostfriedhof die Trauerfeier statt.

Er wird uns fehlen.