The Boys: Diabolical

Corona-bedingt verzögerte sich die Produktion der dritten Staffel der Prime-Adaption der Comic-Serie The Boys von Garth Ennis und Darick Robertson. Als sehr interessante Alternative präsentiert das Produzenten-Team, zu dem auch Seth Rogen gehört, eine Animationsserie, die ebenfalls in einer Welt spielt, in der Superhelden alles andere als ein Segen sind.

The Boys: Diabolical

Zentrales Thema sind die zweifelhaften Machenschaften des Konzerns Vought International, der mit Säuglingen die Substanz Compound V injizieren lässt. Diese können dadurch zu von Vought vermarktete Superhelden werden. Sehr viel wahrscheinlicher sind jedoch höchst unangenehmen Nebenwirkungen.

The Boys: Diabolical

Die acht Episoden von The Boys: Diabolical erzählen in jeweils wenig mehr als zehn Minuten in sich abgeschlossene Geschichten aus dem Universum von The Boys. Bemerkenswert ist, dass thematisch passend für jede Geschichte ein anderer Animationsstil aus dem breiten Spektrum zwischen Looney-Tunes-Cartoon und Anime gefunden wurde.

The Boys: DiabolicalZudem überrascht, die aus Comic und Serie bekannten Hauptfiguren der TV nur sehr selten im Zentrum der Serie stehen. Die letzte Episode One Plus One Equals Two erzählt von einem Einsatz, den der frisch zum Anführer des Superhelden-Teams The Seven ernannte Homelander total verbockte.

The Boys: Diabolical

Die schwarzhumorige Episode I’m Your Pusher hingegen schrieb Garth Ennis höchstpersönlich und hier ist die Wahl der Sprecher in der Originalfassung höchst bemerkenswert. Anders als in der Prime-Serie kam als Billy Butcher nicht Karl Urban sondern Jason Isaac zum Einsatz, während Wee Hughie von Simon Pegg gesprochen wurde. Der Schotte diente Ennis und Robertson als Vorlage für ihrem Comic-Charakter diente.

I'm Your Pusher

Jede Episode von The Boys: Diabolical ist ein großer – aber auch ziemlich blutiger! –  Spaß.

Heiner Lünstedt

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Jijé: Spirou

“Ich habe diesen Beruf nie so richtig ernst genommen, ich habe ihn nie als meinen Lebenszweck betrachtet, sondern eher als eines der angenehmsten Mittel, um meinen Lebensunterhalt zu verdienen.“ Dieses Zitat stammt vom Belgier Joseph Gillain alias Jijé (Jerry Spring), dessen erste Spirou-Seite am 24. Oktober 1940 veröffentlicht wurde.

Da der Franzose Robert Veller, der Spirou 1938 erfunden hatte und unter dem Pseudonym Rob-Vel zeichnete, in deutsche Kriegsgefangenschaft geraten war, brachte Jijé dessen laufende Comic-Geschichte zu einem raschen Abschluss. Er sprang bis März 1941 ein und hatte keinerlei Probleme damit, den Titelhelden vom Le Journal de Spirou wieder seinem Schöpfer zu überlassen.

Jijé: Spirou
Erste Spirou-Seite von Jijé

Jijé widmete sich anderen Projekten, wie den Abenteuern des Detektives Jean Valhardi oder der Comic-Biografie des Priesters Don Bosco, bevor er wieder beim Pagen landete. Nachdem der Verlag Dupuis 1943 Rob-Vel die Rechte an Spirou abgekauft hatte, übernahm Jijé die Serie erneut. Der Jazz-Fan bevorzugte dabei einen lockeren und spontanen Stil. Außerdem ließ er in seinen Spirou-Comics erstmals Fantasio auftreten.

Jijé: Spirou

Es ist sehr erfreulich, dass sich der Carlsen Verlag nicht darauf beschränkt, in acht fachkundig kommentierten Hardcover-Bänden sämtliche Spirou-Comics von André Franquin zu veröffentlichen und die Gesamtausgabe mit den nachfolgenden Geschichten von Jean-Claude Fournier, Nic & Cauvin sowie Tome & Janry fortzuführen.

Rob-Vel: Spirou

Nachdem zuvor bereits alle Spirou-Comics von Rob-Vel veröffentlicht wurden, präsentiert Carlsen in einem zweiten Classic-Band das von Jijé gezeichnete Material. Bis 1951 brachte Jijé mit circa 150 Seiten sehr viel weniger Comic-Geschichten als sein Vorgänger oder die meisten seiner Nachfolger zu Papier.

Jijé: Spirou

Doch über die Spirou-Comics hinaus hat Jijé auch zahlreiche Cover, Illustrationen, Werbematerialien und Merchandise-Artikel gestaltet, die ebenfalls in diesem Band gewürdigt werden. Nicht zu vergessen ist, dass Jijé außerdem André Franquin sowie dem Lucky-Luke-Schöpfer Morris als Mentor diente und auch dadurch maßgeblich zur Erfolgsgeschichte des (franko-) belgischen Comics beigetragen hat.

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Idefix und die Unbeugsamen

Die Idee dem Hündchen von Obelix einer eigene Serie zu widmen ist nicht ganz neu. Bereits in den 70er-Jahre stand der kleine weiße Wachhund im Zentrum einer Reihe von Mal-, Bilder- und Spielbücher. 1982 folgten mit Idefix und der kleine Adler sowie Idefix und der Unersättliche zwei gebundene Bilderbücher.

Idefix und die Unbeugsamen

Doch alle die hierin erzählten Geschichten spielten in der vertrauten Umgebung des kleinen gallischen Dorfes. Daher gab es natürlich Gastauftritte von Asterix und Obelix. Das Konzept der neuen Animationsserie Idefix und die Unbeugsamen ist hingegen sehr viel origineller und eigenständiger.

Idefix und die Unbeugsamen

Die Geschichten spielen vor dem Zeitpunkt, als sich Idefix 1963 (bzw. im Jahre 50 v. Chr.) in Lutetia Asterix und Obelix anschloss, die sich gerade auf ihrer Tour de France befanden. Im Hintergrund tauchen gelegentlich bekannte Figuren auf, wie der Sportwagenfahrer Grautvornix oder Majestix, der zusammen mit Gutemine seinen Schwager Homöopatix besucht. Doch im Zentrum stehen Idefix und seine tierischen Kumpels.

Idefix und die Unbeugsamen

Dabei handelt es sich um die Hunde Turbine und Dertutnix, die Taube Astmatix und die Katze Sardine. Auch diese lassen sich von den Römern und ihren Wachhunden nicht sagen, wo es langgeht. In bisher 52 zehnmiütigen Episoden treten die Unbeugsamen gegen die Besatzer an. Die Animation erinnert dabei an die etwas sterile Optik der am Computer entstandenen Kinofilme Asterix im Land der Götter und Asterix und das Geheimnis des Zaubertranks.

Idefix und die Unbeugsamen

Als sehr willkommenes Nebenprodukt wurde eine Comicreihe zur Serie gestartet, deren Zeichner Philippe Fenech und Jean Bastide recht gut den Zeichenstil von Albert Uderzo treffen. Der erste Band trägt den Titel Römer müssen draußen bleiben und enthält die Comicversionen von drei Episoden der Serie. Im Comic sieht Idefix so aus, wie Uderzo ihn zeichnete, während er in den Trickfilmen oft wie ein zum Hund mutierter Asterix wirkt, für den die Bulldogge Dertutnix eine Art Ersatz-Obelix ist.

Idefix und die Unbeugsamen

Egmont wird in diesem Jahr innerhalb des neuen Labels Bäng! Comics noch drei weitere Comic-Bände mit Idefix und den Unbeugsamen herausbringen. Natürlich nur, wenn uns bis dahin nicht der Himmel auf den Kopf fällt…

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Catwoman: Hunted

Bereits 2011 spielte Catwoman die Hauptrolle in einem DC Universe Animated Original Movie. Doch hierbei handelt es sich lediglich um einen 15-minütigen Kurzfilm aus der Reihe DC Showcase, der thematisch passend im Bonusmaterial zum Animationsfilms Batman: Year One enthalten ist.

Catwoman: Hunted

Zwar ist Catwoman auch in Year One mit von der Partie, doch erst ein Jahrzehnt später sollte sie im Zentrum eines eigenen Animationsfilm stehen. Hierbei ist bemerkenswert, dass Catwoman: Hunted ohne einen Gastauftritt von Batman auskommt und der Dunkle Ritter nur indirekt erwähnt wird.

Catwoman: Hunted

Der konsequent durchgestylte Vorspann ist ein kleines Kunstwerk und wurde unverkennbar von Darwyn Cooke beeinflusst. Der 2016 verstorbene Künstler arbeitet zunächst an der einflussreichen Serie Batman Animated und schuf danach sehr eigenständige DC-Comics wie New Frontier oder Catwoman: Selina’s Big Score.

Catwoman: Hunted

Nach der großartigen Titelsequenz kommt es zu einem Stilbruch und der restliche vom japanischen Studio OLM animierte Film sieht wie ein Anime aus. Optisch war die Hauptinspirationsquelle die Serie Cowboy Bebob, während der inhaltliche Input eher aus dem Westen, durch DC-Comics wie Catwoman: When in Rome oder James-Bond-Filme kommt.

Catwoman: Hunted

Erzählt wird von der sich an zahlreichen internationalen Schauplätzen abspielenden Jagd nach dem wertvollsten Smaragd der Welt. Dabei wird Selina Kyle alias Catwoman mit einer Unmenge von finsteren Gestalten, wie Talia al Ghul oder den bulligen Poeten Salomon Grundy konfrontiert.

Catwoman: Hunted

Außerdem muss sich Selina auch noch mit Batwoman herumschlagen, wobei die sehr unterschiedlich motivierten Kostümträgerinnen nicht nur Hass füreinander empfinden. Die nur bedingt originelle Story geht flott über die Bühne und ist zudem  noch mit einem coolen jazzigen Soundtrack von Yutaka Yamada garniert.

Catwoman: Hunted

Bei uns ist der 79-minütige Film nicht auf DVD erschienen. Die Blu-ray hingegen punktet durch interessantes Bonusmaterial, zu dem es deutsche Untertitel gibt. Neben dem sich stärker auf den Film konzentrierten Bericht “Die Jägerin wird zur Gejagten“ (18:57 min) gibt es die 40-minütige Doku “Catwoman; Die Femme fatale der Katzen“. Diese informiert umfassend über Selina Kyle in Comic, TV und Kino, wobei auch der neusten Film The Batman berücksichtig wird.

Heiner Lünstedt

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Gipi: Eine Geschichte

Der Titel ist irreführend, denn der Comic erzählt mindestens zwei Geschichten. Auslöser scheinen Gedanken darüber gewesen zu sein, was ein Achtzehnjähriger empfinden würde, wenn er im Spiegel plötzlich das Gesicht erblickt, das er im Alter von 50 Jahren haben wird. 2013 feierte der italienische Comickünstler Gipi (Nachtaufnahmen) seinen 50. Geburtstag und im selben Jahr veröffentlichte er seinen Comic Unastoria.

Gipi: Eine GeschichteAuf mehreren Ebenen und mit ständig wechselnden Stilen – auf schwarzweißes Krickelkrackel folgt immer wieder meisterliche Aquarellmalerei – erzählt Gipi vom (natürlich 50-jährigen) Erfolgsautoren Silvano Landi. Dieser ist in einer psychiatrischen Anstalt gelandet und zeichnet dort immer wieder Bilder von einer Tankstelle.

Gipi: Eine Geschichte

Nach und nach ist zu erfahren, dass Landi von seiner Frau und seiner Tochter verlassen wurde. Der Schriftsteller hatte sich kaum noch für seine Familie interessiert und ist Gedankenwelten geflüchtet. Sehr intensiv beschäftigt Landi sich mit den Kriegserlebnissen seines Urgroßvaters, die ihm durch dessen Briefe sehr lebendig vermittelt werden.

Gipi: Eine Geschichte

Zugleich sinniert Landi darüber, was es bedeutet älter zu werden und kommt dabei zu seltsamen Schlüssen. Das Resultat ist eine faszinierende Comic-Collage, die nicht unter der Last von düsteren Gedanken zusammenbricht. Vielmehr ist es faszinierend bei der Lektüre mitzuerleben, wie sich unterschiedliche Stile und Erzählansätze zu einem großartigen Gesamtkunstwerk zusammenfügen.

Heiner Lünstedt

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Auclair: Simon vom Fluss

1973 startete in Tintin eine Serie, die so gar nicht zum kinderfreundlichen Konzept des frankobelgischen Comic-Magazin passen wollte. Geboten wurden dort formelhafte Geschichten in eskapistischen Genre-Serien wie Rick Master, Michel Vaillant oder Dan Cooper.

Auclair: Simon vom Fluss

Simon du Fleuve hingegen spielt in einer dystopischen Zukunft, die bedrohlich nah und glaubhaft wirkt. Zugleich beschwor der Autor und Zeichner Claude Auclair aber auch die Schönheit der Natur. Erst in der zweiten Episode (bzw. Strophe) seiner ersten Simon-Geschichte Die Ballade des Rotschopfs wurde klar, dass sich die Handlung nicht auf einer alles andere als überbevölkerten Erde in grauer Vorzeit abspielte, denn im Hintergrund des ersten Panels sind gewaltige Strommasten zu sehen.

Wie es dazu kam, dass die Menschheit in primitiven Verhältnissen lebt, in der das Recht des Stärkeren gilt, erzählt Auclair als Rückblende in seiner zweiten Story Der Clan der Zentauren. Absolut untypisch für die Veröffentlichung in einem eher konservativen Comic-Magazin, thematisiert Auclair die Proteste der 68er-Bewegung, die gegen den kriegstreibenden Imperialismus der Großmächte demonstrierten.

Zwar kam es nicht zum Atomkrieg, doch Kämpfe um Rohstoffe und Explosionen sozialer Sprengstoffe zerstörten die alte Ordnung. Die Menschen wurden wieder zu Jägern, Sammlern, Bauern, Nomaden, Söldnern oder Clan-Chefs. Simon, den Auclair mit einer 1973 alle andere als üblichen langen blonden Haartracht ausstattete, versucht seinen Platz in dieser unsicheren Umgebung zu finden und die herrschenden Verhältnisse zu verbessern.

Bei uns erschien Auclairs Comic erstmals 1981 im Fachmagazin Comixene unter dem Titel Marc Simon und wurde dort auf dem Cover als “SF-Epos“ und “düstere Utopie“ angepriesen. Zwei Jahre später startete Carlsen die Serie als Simon: Zeuge der Zukunft und veröffentlichte alle neun auch in Frankreich erschienenen Alben.

Auclair: Simon vom Fluss

Doch erst die dreibändige Gesamtausgabe von Cross Cult enthält den kompletten Simon, denn hier ist auch die erste Geschichte Die Ballade des Rotschopfs enthalten. Diese durfte nach dem Abdruck in Tintin aufgrund rechtlicher Probleme nicht als Album veröffentlicht werden. Angeblich handelt es sich um ein Plagiat von Jean Gionos Roman Das Lied der Welt. Doch für Auclair war die Geschichte eine Hommage, die er Giono gewidmet hat.

Auclair: Simon vom Fluss

Wie von Auclair ursprünglich gewünscht, kommt Die Ballade des Rotschopfs nicht farbig wie in Tintin sondern in Schwarzweiß zum Abdruck. Der erste Band der Gesamtausgabe enthält zudem in Farbe noch die beiden Alben Der Clan der Zentauren und Die Sklaven, die zeigen was für Fortschritte der Zeichner Auclair in kurzer Zeit machte.

Auclair: Simon vom Fluss

Hinzu kommt ein 36-seitiges Dossier von Patrick Gaumer, das sehr lebendig die Comic-Welt der frühen 70er-Jahre beschwört, aus der Simon vom Fluß hervorging. Sehr interessant ist auch das Vorwort von Andreas C. Knigge (1001 Comics), dem immer noch sehr deutlich die Begeisterung anzumerken ist, die ihn vor vierzig Jahren als Co-Herausgeber der Comixene dazu brachte, Auclairs Comic in einem Fachmagazin zu veröffentlichen.

Heiner Lünstedt

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Enrico Marini: Noir Burlesque

Vor drei Jahren überraschte Enrico Marini (Gipsy, Raubtiere: Jäger der Nacht) mit Der dunkle Prinz, einem souveränen Exkurs kreuz und quer durch das Batman-Universum. Wie zuvor schon bei den Alben seines Historien-Epos Die Adler Roms überzeugt Marini einmal mehr nicht nur durch opulente Bilder, sondern er erzählt damit auch eine spannende Geschichte.

Enrico Marini: Noir Burlesque

Daher verwundert es nicht, dass er auch sein neustes Werk im Alleingang realisiert hat. Genau wie er in seinem Batman-Comic Catwoman und den Joker auftreten ließ, versuchte Marini wieder ein “Best-of-Album“ zu liefern. Diesmal hat er sich den Film Noir vorgenommen und im New York der 50er-Jahre lässt er nahezu das komplette mit diesem Genre verbundene Ensemble aufmarschieren.

Enrico Marini: Noir Burlesque

So gibt es Gangsterbosse und ihre skurrilen, manchmal auch überforderten Helfershelfer. Es tritt ein nur wenig Spaß verstehender Polizist auf, der an das Gute in seinem auf Abwege geratenen Freund glaubt und natürliche gibt es diese fatale Frau, die alle begehren. Zwar fehlt der “Hardboiled Detective“, doch Terry B. Cole alias Slick deckt als Ex-Boxer, Kriegsveteran und kleiner Gangster auf dem Weg der Besserung viele Facetten der Paraderolle von Humphrey Bogart oder James Cagney ab.

Enrico Marini: Noir Burlesque

Die besten Werke aus Hollywoods schwarzer Serie waren keine Farbfilme. Daher koloriert Marini seine Geschichte mit Grautönen. Pointiert setzt er dabei aber auch die Schmuckfarbe Rot ein, so etwa wenn es blutig wird oder ein Polizeiwagen mit voller Festbeleuchtung anrollt. Hauptsächlich ist Rot jedoch die schillernde Farbe der Haare und Kleider von Caprice, die demnächst den Big Boss Rex McKinty heiraten wird, in ihrem Herzen auch noch Platz für Slick hat…

Enrico Marini: Noir Burlesque

Einziger Nachteil von Carlsens schönen Hardcover-Album ist, dass Marini seine Geschichte nach knapp 100 Seiten noch nicht zu Ende erzählt hat. Es bleibt zu hoffen, dass wir nicht allzu lange auf den finalen zweiten Band warten müssen.

Heiner Lünstedt

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Batman: Das lange Halloween – Special

Ähnlich wie The Dark Knight Returns, Year One und The Killing Joke ist auch The Long Halloween einer der ganz großen Batman-Klassiker. Autor Jeph Loeb und Zeichner Tim Sale starteten ihre Miniserie Halloween 1996. Auch im Zentrum der im Monatstakt folgenden elf Heften standen die gerade anstehenden Feiertage, an denen es zu mysteriösen Todesfällen kommt.

Batman: Das lange Halloween - Special

Loeb und Sale setzten ihre Geschichte mit Dark Victory fort, innerhalb der Reihe DC Universe Animated Original Movies entstand eine zweiteile Zeichentrick-Verfilmung und auch in den neuen Kinofilm The Batman wurden Elemente aus The Long Halloween eingearbeitet. Nach einem Vierteljahrhundert kehrten Loeb und Sale zu ihrem – trotz Superman for all Seasons Daredevil: Yellow, Spider-Man: Blue, Hulk: Gray und Captain America: White –  wohl bekanntesten Comic zurück.

Batman: Das lange Halloween - Special

Die Fortsetzung ist alles andere als ein Epos. Auf 48 Seiten inszenieren Loeb und Sale eine Art Familientreffen des Long-Halloween-Ensembles. Doch es geht auch wieder um eine Mordserie hinter der der Calendar Man steckt. Batman sieht sich gezwungen sich mit seinem Widersacher Two-Face und dessen Frau Gilda zu verbünden…

Batman: Das lange Halloween - Special

Der Comic ist eine meisterlich in Szene gesetzte Fußnote zum Klassiker und eine Aufforderung, diesen mal wieder zu lesen. Doch als Zugabe gibt es einen interessanten Anhang, in denen Loeb zur Entstehung von The Long Halloween erzählt und auch noch einmal die großartigen Cover der Hefte zum Abdruck kommen.

Heiner Lünstedt

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